Stilvoll den Ozean bereisen

Lippenbalsam, Sonnencreme und Handcreme werden für die Jungfernfahrt eines Kreuzfahrtschiffes in die Antarktis benötigt. Eine Gefahrgutkontrolle, die außerplanmäßige Umbuchung durch den Spediteur und die unvorhergesehene Verspätung des Schiffes führen zu einer Lieferung in letzter Minute zur letzten Station des Schiffes in Europa.

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StyleVision ist ein weltweiter Anbieter und Produzent von erstklassiger Hotelkosmetik und individuellen Hotelaccessoires. Der Fokus liegt auf hochwertigen Kosmetikprodukten für Luxushotels, Fluggesellschaften und Kreuzfahrtschiffen. Ein wichtiger Kunde des inhabergeführten Unternehmens ist eine große, internationale Kreuzfahrtreederei. Für die Indienststellung und Jungfernfahrt eines Neubaus wurden 220 Kartons mit insgesamt 2.280 kg Lippenbalsam, Sonnenlotion und Handcreme für die Gäste benötigt. Aufgrund des engen Zeitplans und der nicht verschiebbaren Abfahrt des Kreuzfahrtschiffs war die fristgerechte Anlieferung unumgänglich.

Angefragt wurde eine LCL Lieferung von HongKong (Yantian) nach Sorvik (Norwegen) zur VARD Shipyard. Die erste Etappe sollte per Seefracht von HongKong nach Hamburg mit anschließender Verzollung erfolgen. Nach Ankunft in Hamburg wäre es per Expresstransport weiter in Richtung Solvik gegangen, wo die nach dem Zoll europäische Ware, erneut hätte verzollt werden müssen, bevor sie an Board des Kreuzfahrtschiffs verbraucht worden wäre. Da Norwegen jedoch Vertragspartei des Übereinkommens über ein gemeinsames Versandverfahren ist, konnte der Transport per T1 abgewickelt werden, obwohl Norwegen kein EU-Mitgliedsland ist. 

Bereits die Abfahrt in Hongkong verzögerte sich, da sich laut Herstellerangaben in der Sonnenlotion Triethanolamine befinden, die zu den Gefahrgütern gehören. Um Schäden jeglicher Art zu vermeiden, müssen diese Güter unter bestimmten Bedingungen transportiert und speziell verpackt werden. Einige Carrier schließen den Transport von Gefahrgütern zudem komplett aus oder erlauben nur kleine Mengen. Ob es sich um Gefahrgut handelt prüft der Carrier nach Buchung der Sendung und der darauffolgenden Übermittlung der Inhaltsstoffe aller Waren.

In diesem Fall hat die Überprüfung ergeben, dass der prozentuale Anteil von Triethanolamine zu gering war, um die Sonnenlotion als Gefahrgut einzustufen. Trotz des positiven Ergebnisses und der daraus resultierenden, unkomplizierteren Beförderung der Waren, hat die Prüfung dazu geführt, dass der ursprüngliche Fahrplan nicht zu bekommen war. Stattdessen buchte der Carrier die Sendung eigenmächtig auf einen anderen Fahrplan, dessen ETA 8 Tage hinter dem ursprünglichen Termin lag. Dadurch war die planmäßige Ankunft in Norwegen nicht länger realistisch und noch während das Schiff auf dem Weg war, wurde nach einer Alternative gesucht. Dabei stand das IFB Team in permanentem Austausch mit dem Kunden und dem Empfänger der Ware.

Aufgrund der fixen Abfahrten und der großen Relevanz der vergleichsweise kleinen Produkte, sind wir sehr dankbar für das große Engagement, das unser Partner IFB in dieser diffizilen Sache gezeigt hat. Ohne die Flexibilität des gesamten Teams und die lösungsorientierte Herangehensweise hätten die Kreuzfahrtgäste die eisige Antarktis womöglich nicht so sorglos erleben können.

Jens Sklebitz, CEO StyleVision

Die einzig mögliche Option, um die Waren trotzdem rechtzeitig auf das Kreuzfahrtschiff zu bringen, stellte die Anlieferung in Amsterdam dar, dem letzten Halt in Europa, bevor das Schiff die Jungfernfahrt durch die Antarktis antrat. Die Ware wäre mit genügend Vorlauf in Hamburg eingetroffen und rechtzeitig von dort nach Amsterdam transportiert worden. 

Dank Schiffstracking hatte das IFB Team einen ständigen Überblick über die Ankunft des Schiffs und sah auch, wie sie sich kontinuierlich verzögerte. Aus der geplanten Ankunft am 10. des Monats wurde der 26. Die Ware musste allerdings bis spätestens 30. um 12.00 Uhr mittags angeliefert worden sein, damit sie noch mitgenommen werden kann. Um diesen Termin einhalten zu können, stand IFB in engem Austausch mit dem eigenen Hamburger Lager, das für die Entladung des Sammelcontainers und die Abnahme der Ware verantwortlich war. 

Der betreffende Container wurde priorisiert behandelt und so kam es, dass der Container am 28. gelöscht und am 29. in Hamburg entladen wurde. Noch am Abend erfolgte die Abholung der Ware per Expressdienst mit Lieferung direkt zum Kai des Kreuzfahrtschiffs in Amsterdam, wo sie rechtzeitig eintraf.