Update: Situation Rotes Meer

Seit den Angriffen auf Handelsschiffe Mitte Dezember hat sich die Lage im Roten Meer erneut verschlechtert. Am 26. Dezember gab es zudem einen weiteren Angriff.

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Fast alle Reedereien haben uns mitgeteilt, dass die Schiffe über das Kap der Guten Hoffnung umgeleitet werden. Lediglich die Reedereien Maersk und CMA wollen den Suezkanal und das Rote Meer mit einer begrenzten Zahl an Schiffen durchqueren.

Es ist davon auszugehen, dass sich die Situation kurzfristig nicht entspannen wird und die Schiffe bis auf Weiteres die Route um Afrika herum nehmen werden. Diese Maßnahmen werden zu einer massiven Störung der Schifffahrt und der Lieferketten führen. Zumal am 26. Dezember ein weiteres Handelsschiff im Roten Meer angegriffen wurde.

Aufgrund der derzeitigen Situation können einige Schiffe möglicherweise nicht rechtzeitig nach China zurückkehren, was zu einem Mangel an leeren Containern führt. Wenn ein beladener Container nach China importiert wird, kann es manchmal eine Woche dauern, bis er abgeholt, entladen und leer zurückgeschickt wird. Dies ist ein Dominoeffekt, der in einigen Wochen zu einer weiteren Verschärfung der Situation führen kann. Vor allem, wenn man bedenkt, wie groß der Andrang wegen des Chinesischen Neujahrsfestes ist. Auf den Containerschiffen könnte dann zwar Kapazität vorhanden sein, aber die leeren Container könnten fehlen.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Equipmentsituation, verlängerte Transitzeiten, überbuchte Kapazitäten und die Ausdünnung der Abfahrten vor dem Chinesischen Neujahrsfest spürbare Auswirkungen auf die Frachtraten haben werden. Die Reedereien haben uns bereits über die Einführung eines Hochsaisonzuschlags ab dem 1. Januar 2024 (Abfahrtsdatum) informiert, der für Abfahrten von Asien nach Europa und Europa nach Asien gilt. Es ist nicht auszuschließen, dass die Reedereien kurzfristig weitere Zuschläge wie den Kriegsrisikozuschlag oder den Piratenrisikozuschlag einführen werden.

Es ist derzeit schwer abzuschätzen, wie lange diese angespannte Situation anhalten wird. Es muss aber derzeit davon ausgegangen werden, dass die Auswirkungen bis Ende Q1/2024 andauern werden. Sollte die Route durch den Suezkanal in absehbarer Zeit nicht wieder passierbar sein, kann die Unterbrechung der Transportkette noch länger andauern.

Trotz aller Umstände werden wir uns natürlich bemühen, Ihre Sendungen zeitnah und so kostengünstig wie möglich zu versenden!

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