Die Lage am Roten Meer und das Mondneujahrsfest

Die Reedereien meiden nach wie vor das Rote Meer und umfahren stattdessen das Kap der Guten Hoffnung, die Seefrachtraten werden Mitte Januar wieder steigen, Ausrüstung und Platz sind knapp, und die Situation wird sich durch das Mondneujahrsfest noch verschärfen.

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Die Lage im Roten Meer ist weiterhin sehr angespannt und könnte sich durch die jüngsten Angriffe auf die Huthis noch verschärfen. Die Reedereien meiden derzeit das Rote Meer und der Frachtverkehr wird ausschließlich über das Kap der Guten Hoffnung geleitet. Aufgrund der geänderten Route stehen Schiffe und Container länger nicht zur Verfügung, als dies bei einer Fahrt durch den Suezkanal der Fall wäre. Dies führt einerseits zu Kapazitätsengpässen auf den Schiffen. Andererseits wird das Equipment knapp, so dass ein Teil des verfügbaren Platzes auf den Schiffen nicht genutzt werden kann. Alle Faktoren begünstigten einen starken Anstieg der Seefrachtraten.

Die Situation wird sich durch das Mondneujahrsfest am 10. Februar voraussichtlich noch verschärfen. Die Vorbereitungen für eines der wichtigsten Feste in Asien beginnen in der Regel bereits Mitte Januar. Während des Neujahrsfestes stoppen fast alle Fabriken und Hersteller in China ihre Produktionen, Häfen schränken ihren Betrieb ein und Arbeitskräfte stehen nicht zur Verfügung - was die gesamte Lieferkette und die logistischen Abläufe beeinträchtigt. Darüber hinaus wird das Neujahrsfest auch in anderen Ländern gefeiert, wodurch die Einschränkungen nicht nur China betreffen.

Im Vorfeld des Neujahrsfestes ziehen die Unternehmen ihren Versandbedarf vor, was zu Kapazitätsengpässen führt. Die Nachfrage nach Schiffen, insbesondere für den Export, steigt sprunghaft an. Dies führt in der Regel zu einer eingeschränkten Verfügbarkeit von Containern, zu Transportverzögerungen und zu erhöhten Transportkosten. Es ist zu erwarten, dass die Situation in diesem Jahr noch angespannter sein wird als sonst.

Es ist bereits jetzt sehr schwierig, kurzfristige Abfahrten zu organisieren, da die Kapazitäten weit im Voraus ausgebucht sind. Wir empfehlen Ihnen daher, andere Frachtdienste in Betracht zu ziehen und für zeitkritische Sendungen die Luftfracht zu nutzen. Auch hier beobachten wir aufgrund der angespannten Situation auf dem Seefrachtmarkt einen Anstieg der Raten. Wenn Sie in den nächsten Wochen noch Sendungen haben, empfehlen wir Ihnen dringend, diese so schnell wie möglich abzuwickeln. Es ist noch nicht absehbar, wann sich die Situation normalisieren wird.

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